Autoflowering Sorten auf der Überholspur

Auto Hanfsamen kaufen bei SamenwahlSelbsblühende Sorten bieten dem Selbstversorger und Hobbygärtner verschiedene Vorteile, der offensichtlichste ist natürlich der, daß die Pflanzen unabhängig von der Länge und Intensität der Lichtverhältnisse nach durchschnittlich 3 Wochen von selbst in Blüte gehen. Nicht das Licht ist hierbei entscheidend sondern das Alter der Pflanzen. So gehen die Pflanzen selbst dann in Blüte, wenn es z.B. auch im Sommer über einen längeren Zeitraum stark bewölkt ist oder andere Faktoren für Einschränkungen beim Licht sorgen. Viele Selbstblüher wurden auch mit dem Ziel einer verkürzten Blütephase geschaffen und sind deshalb auch schneller erntereif als andere Sorten. Außerdem eignen sich selbstblühende Cannabissorten dazu, außerhalb der Saison Hanf anzupflanzen und zu ernten. Das hat den Vorteil, daß kaum jemand damit rechnet, daß zu diesem Zeitpunkt gegrowt wird und schützt zusätzlich vor Dieben und anderen ungebetenen Gästen. Die durchschnittliche, eher geringe Höhe der meisten autoflowering Sorten, machen sie auch ideal für den Anbau auf dem Balkon, der Terrasse, Indoor, Growschränken und kleinen Gärten. Die gedrungenen, eher kleinen Pflanzen fallen auch neugierigen Blicken weit weniger auf, als herkömmliche Hanfpflanzen …

Ein großes Missverständnis wenn es um selbstblühende Sorten geht ist es, daß die Selbstblüher unter allen klimatischen Bedingungen gedeihen können. Es ist zwar richtig, daß die Grundgenetik der selbstblühenden Sorten von Cannabis Ruderalis abstammen, die ihren Ursprung in den eher kalten Klimazonen Europas wie Russland, Sibirien, Ungarn und Zentralasien haben, aber das bedeutet nicht, daß die modernen Hanfkreuzungen weniger Wärme als ihre normal blühenden Verwandten benötigen würden. Auch selbstblühende Sorten brauchen die Temperaturen des Frühlings- und Sommers um sich am besten und ihr ganzes Potenzial entwickeln zu können. Bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius verlangsamt sich das Wachstum der Pflanzen bedeutend und bei 0 Grad stellt sich die Entwicklung ganz ein und die Pflanzen können bei solch einer Kälte auch eingehen. Wie auch beim herkömmlichen Hanfanbau gilt, je mehr Licht und Wärme desto besser. lndoorgärtner erzielen mit 18-20 Stunden Lichtphase die besten Ergebnisse und Sweet Seeds schwören bei ihren Selbstblühern beim lndooranbau auf 20 Stunden Licht und 4 Stunden Dunkelheit während des gesamten Growdurchgangs.

Selbstblühende Cannabissorten brauchen wegen ihrer kurzen Lebensphase und geringen Statur auch weniger Platz um sich entwickeln zu können. Das Wurzelsystem ist kleiner als bei herkömmlichen Hanfpflanzen und benötigt weniger Substrat und Platz als vergleichbare Pflanzen. Kleinere Töpfe verhindern auch, daß sich das Gießwasser staut und dadurch die Wurzeln von Fäule bedroht werden, die Nährstoffaufnahme eingeschränkt wird, die Bildung von Pilzen begünstigt oder die Entwicklung der Wurzeln im allgemeinen behindert wird.
Selbstblühende Sorten, sind in so fern anspruchsvoller im Anbau, als daß Zeit eine entscheidende Rolle spielt. Der Grower hat weniger Zeit Probleme zu beheben, da jede Verzögerung zu Wachstumseinschränkungen und damit auch Ernteverlust führen kann.
Erfahrene Grower von selbstblühenden Sorten empfehlen 1-3 Liter Töpfe für Jungpflanzen in der Wachstumsphase, 7-11L Töpfe für die Blütephase und bis zur Ernte. Höherwachsende Sorten wie die Big Devil kann man auch in größeren Töpfen ziehen. Beim Umtopfen sollte man die gleiche Sorgfalt zeigen, wie man sie auch bei regulären Sorten haben sollte. Man sollte das Wurzelsystem auf gar keinen Fall beschädigen und die Jungpflanzen möglichst behutsam umtopfen. Pflanzen die sich vielleicht höher entwickelt haben, als man das beabsichtigt hatte, kann man beim Umtopfen auch tiefer eingraben. Der Stamm wird neue Wurzeln entwickeln und die Pflanze niedriger wachsen.

Solange man ein gutes Ausgangssubstrat verwendet, brauchen die Pflanzen am Anfang keine zusätzliche Düngung. Ab der dritten Woche kann man wie bei anderen Sorten auch herkömmliche Dünger und Wachstumsstimulatoren anwenden. Nach der 5-6 Woche sollte man das Substrat einmal gründlich ausspülen, damit überschüßige Salze entfernt werden und sich nicht in den Pflanzen ansammeln. Sorten wie die Big Devil, die auch höher wachsen können als normale selbstblühende Sorten vetragen auch Wachstumsdünger mit einem höheren Stickstoff (N) Anteil und nutzen diesen vor allem in den ersten Wachstumswochen.
Selbstblühende Sorten stellen einen neuen Meilenstein der professionellen und modernen Cannabiszucht dar. Nach der Revolution der feminisierten Samen sind autoflowering Strains das nächste große Ding in der Hanfszene. Man kann gespannt sein was sich in den kommenden Jahren an neuen Kreuzungen ergibt und was sich innovative Breeder in Zukunft noch alles einfallen lassen um auch weiterhin für Auswahl und Vielfalt im Garten zu sorgen.

Quelle: thcene.com